Auf Video-Plattformen werden jede Minute weit über 20 Stunden Filmmaterial hochgeladen. Um in Zukunft diese Bilderfluten überhaupt noch beherrschbar zu halten, sind clevere Algorithmen gefragt. Neben der Audio-Indexierung, gehört ohne Zweifel die Erkennung von unterschiedlichen Inhalten zu einer der wichtigsten Schlüsseltechnologien, da so visuell getrennte Einheiten dann sinnvoll (manuell oder automatisch) verschlagwortet werden können.
Zur einfacheren Erkennung und Bearbeitung hat das Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut (HHI), einen Algorithmus zur Strukturerkennung in Videos entwickelt. Damit können Filme vollautomatisch in einzelne Szenen, Shots und Subshots aufgefächert werden. Mit Hilfe dieser Segmentierung entsteht ein detailliertes Inhaltsverzeichnis für einzelne Videos.
Mit Microsoft Visual Studio 2010 realisierte UCDplus aus dem (vom HHI in C++ geschriebenen) Algorithmus innerhalb kürzester Zeit einen Webdienst, mit dem Videos ganz einfach per Internet hochgeladen und in etwa einem Fünftel der Videolaufzeit analysiert werden können. Für das User Interface der Webseite wurde dabei das neue Silverlight 4 verwendet. Durch dieses war eine besonders einfache und schnelle Umsetzung des Bedienkonzeptes in eine elegante Oberfläche möglich.
Der erste Prototyp wurde diese Woche auf der Microsoft Hauptpressekonferenz vorgestellt. Bis zum 6. März kann man die Leistungsfähigkeit der Erkennung noch am Fraunhofer Messestand (Halle 9, Stand B36) selber erfahren.
Bildbeschreibung (oben):
v.l.n.r. Achim Berg (Vorsitzender der Geschäftsführung, Microsoft Deutschland GmbH), Dr. Ulrich Leiner (Abteilungsleiter Interaktive Medien - Human Factors, Fraunhofer-Gesellschaft, Heinrich-Hertz-Institut (HHI)), Matthias C. Schroeder (CEO, UCDplus GmbH)
Das Video der Pressekonferenz - Bitte die 48. Minute aufrufen: